NATRUE

In einem offiziell undefinierten Sektor einer streng regulierten Branche sind Greenwashing und Fragen bezüglich der Verfügbarkeit von erstklassigen Rohstoffen für Verbraucher und Hersteller zu einem Hauptanliegen geworden. Es wurde unumgänglich, einen internationalen gemeinnützigen Verein zu schaffen, der professionell besetzt ist und sich im Namen der Branche und auf internationaler Ebene zu Wort meldet. Eine strenge Definition von Natur- und Biokosmetik sowie die Regulierung von Inhaltsstoffen gehen Hand in Hand, um den Konsumenten die Qualität der Endprodukte zu sichern, die sie erwarten.

Aus Sicht der Inhaltsstoffe: Natürliche und organische Inhaltsstoffe können im Gegensatz zu künstlichen Inhaltsstoffen nicht durch Forschung und Entwicklung ersetzt werden. Die Natur kann nicht neu erfunden werden. Unangemessene Regulierung oder mangelnder Respekt für nachhaltige Biodiversität sind Beispiele für wichtige Fragen, die angegangen werden müssen, um die Kontinuität von unersetzlichen Premium-Rohstoffen zu gewährleisten, ohne die es unmöglich wäre, hochwertige Beauty-Produkte zu formulieren.

 

WIE MACHT NATRUE DAS?

NATRUE beteiligt sich an allen maßgeblichen Regulierungsbehörden:

NATRUE hat einen Sitz in der Kosmetik-Arbeitsgruppe der Europäischen Kommission, in der alle neuen und sich entwickelnden Vorschriften, die sich auf Kosmetika auswirken, einschließlich kosmetischer Angaben und Inhaltsstoffe geregelt werden. Gemäß Artikel 20 der EU-Kosmetikverordnung 1223/2009 muss die Kommission gemeinsame Kriterien für Ansprüche festlegen – natürlich und organisch ist ein Anspruch, der in dieser Arbeitsgruppe erörtert wird. Die Kosmetik-Arbeitsgruppe setzt sich aus Regierungsvertretern der Mitgliedstaaten und einschlägigen Branchenexperten zusammen.

NATRUE wird auch regelmäßig von den europäischen Institutionen eingeladen, sich an verschiedenen institutionellen Arbeitsgruppen und öffentlichen Konsultationen zu einer Reihe von Themen zu beteiligen und dazu beizutragen: z. Duftstoffallergene, endokrine Disruptoren, CoP-Diskussionen (Community of Practice für bessere Selbst- und Mitregulierung), Nachhaltigkeit und mehr.

NATRUE ist Mitglied der Europäischen Normungsorganisation (CEN): Hier werden alle aufkommenden und sich entwickelnden europäischen Normen diskutiert und vereinbart oder abgelehnt. Wenn die Europäische Kommission das CEN beauftragt, eine Norm zu entwickeln, wird sie mit der Annahme der Norm zu einer europäischen harmonisierten Norm, auf die in den einschlägigen EU-Verordnungen als solche verwiesen wird. Wenn ein CEN-Mitglied eine Norm vorsieht, die anschließend vereinbart und angenommen wird, ist dies keine harmonisierte europäische Norm. Jeder Mitgliedstaat kann diese unterzeichnen und wird dann in nationales Recht integriert.

NATRUE ist Mitglied von und Mitglied von ISO TC 217 / WG 4, einer Kosmetikgruppe mit mehreren Interessengruppen der International Standardization Organization. Die Arbeitsgruppe 4 (WG4) erarbeitet derzeit Leitlinien für technische Definitionen und Kriterien für Natur- und Biokosmetik. Die Leitlinien sind in zwei separate Dokumente unterteilt, und der Prozess soll bis spätestens Oktober 2017 abgeschlossen sein.

 

 

NATRUE ARBEITET MIT DEM EUROPÄISCHEN PARLAMENT:

Im November 2014 veranstaltete NATRUE eine zweitägige Ausstellung, die seine Vision, Mission und Ziele, Erfolge und Herausforderungen im Europäischen Parlament vorstellte. Der Fokus lag auf der Notwendigkeit einer strengen regulatorischen Definition von Natur- und Biokosmetik. In diesem Zusammenhang präsentierte NATRUE die Ergebnisse einer unabhängigen Verbraucheruntersuchung der GfK zu den Erwartungen der Verbraucher in Bezug auf Natur- und Biokosmetik.